Auch wenn das für Außenstehende unglaubwürdig klingt:

Im empfundenen Schmerz, in den Schuldgefühlen, in der Trost- und Hoffnungslosigkeit macht es für Hinterbliebene  keinen Unterschied, was die Todesursache ihres Kindes war. Bücher laut Todesursache helfen heilen.

Die wichtigsten Elemente der Heilung - laut Eltern und (Ur-) Großeltern - sind:

  • gebt eurem Kind ab der Zeugung einen Namen
  • Gebt eurem vorangegangenen Kind einen Platz in eurem Herzen, in euren Familien und nennt euer Kind bei seinem Namen.
  • in bestehende familiäre Riten das vorangegangene Kind mit einbeziehen.
  • neue Riten extra für dieses Kind einführen, um euren Dank für sein Kommen und um eure Wertschätzung auszudrücken.

Seid Euch Gewiss: Euer Leben wird niemals mehr wieder so werden wie vor der Zeugung eures Kindes.

Andere Angehörige verstorbener Kinder haben folgende Hinweise gegeben. Der leichteren Lesbarkeit habe ich klarer geschrieben und Rechtschreibfehler ausgebessert:

Liebe Angehörige, Freunde, Bekannte, ArbeitskollegInnen, Nachbarn... sie sind meist völlig hilflos wenn es darum geht, wie sie mit einer Frau, die unter ihrer Abtreibung leidet, umgehen sollen. Deshalb hier einige hilfreiche Tipps und Warnungen vor Fettnäpfchen von ihnen selbst:

    Tröstend :-)


  •  Verletzend :-(
  • Denke bloß nicht, dass das Schwangerschaftsstadium etwas am Wert oder dem Ausmaß der Trauer ändert.
  • Setze ihre Gefühle, ihre Trauer oder ihre Reue-Gefühle nicht herab indem du sagst, es müsse noch einen anderen Grund geben dafür als nur die Abtreibung.
  • Habe keine Angst, sie zu berühren oder zu umarmen. Das kann hilfreicher sein als viele Worte.
  • Meide sie nicht weil du dich hilflos fühlst oder unwohl oder du nicht weißt, was du sagen sollst.
  • Wechsle nicht das Thema wenn sie auf die Abtreibung zu sprechen kommt. Höre ihr einfach zu und finde heraus, was sie sagen möchte.
  • Dränge sie nicht, ihre Trauerarbeit abzuschließen, es braucht lange um zu heilen und sie wird nie wirklich vergessen können.
  • Ermutige sie nicht, illegale Drogen, unverschriebene Medikamente oder Alkohol zu nehmen.
  • Frage sie nicht wie es ihr geht, wenn du nicht bereit bist oder keine Zeit hast, ihr wirklich zuzuhören.
  • Sage nicht, du wüsstest wie sie sich fühlt, wenn du nicht genau in der gleichen Situation warst.
  • Sage niemals (auch wenn du sehr gekränkt bist) „Du wärst keine gute Mutter gewesen“ oder „Du warst sowieso noch nicht bereit für ein Kind“ oder irgend etwas anderes, was ihre Fähigkeiten als Mutter oder zukünftige Mutter in Frage stellt.
  • Sage ihr nicht, was sie fühlen, denken oder tun soll.
  • Setze ihr keine Frist indem du sagst: “du solltest dich jetzt besser fühlen” Dadurch fühlt sie sich noch schlechter als vorher und versteht es so: “sie flippt nicht nur nach ihrer Abtreibung aus, aber sie belästigt noch alle Welt damit, dass sie immer noch nicht darüber hinweg ist”
  • Versuche nicht, der Abtreibung noch etwas Positives abzugewinnen. Der Tag wird kommen, an dem sie selbst etwas Positives findet, aber sie muss es selbst herausfinden.
  • Sage ihr nicht, dass sie noch andere Kinder hat (das stimmt und das weiß sie auch selbst, aber sie fühlt sich dadurch ihrer Trauer beraubt, die man einer Mutter nach einer Fehlgeburt problemlos zugestehen würde).
  • Erinnere Sie nicht an die Abtreibung, wenn sie gerade nicht darüber sprechen möchte.
  • Sage ihr nicht, sie könne jederzeit wieder Kinder bekommen (das stimmt vielleicht und sie weiß das auch, aber das hilft ihr im Moment nicht weiter, sie daran zu erinnern).
  • Sage ihr nicht, sie solle dankbar für ihre anderen Kinder sein (sie ist dankbar, sie weiß es, aber das hilft ihr im Moment nicht weiter, sie daran zu erinnern).
  • Sage nicht: “ich persönlich bin gegen Abtreibung oder ich würde nie abtreiben” und im Anschluss: “ich hasse dich nicht dafür” sie wird sich dadurch noch schuldiger fühlen.
  • Teile weiterhin Freude und Späße mit ihr (nichts zum Thema Abtreibung), das wird sie aufmuntern.
  • Distanziere dich nicht von ihr. Auch wenn du damit nicht klarkommst. Sie braucht deine Unterstützung so sehr. Es ist so schwer, eine Abtreibung zu durchleiden und es kommt einem noch schwerer vor, wenn man sich ganz alleine vorkommt.
  • Tue nicht so, als wäre nichts geschehen. Es geschah und du solltest es annehmen. Du solltest fragen, wie es dazu kam oder ob sie darüber sprechen möchte, was sie erlebt hat. Dies ist ein sehr schmerzhafter Prozess (körperlich und seelisch). Sie braucht dabei Unterstützung und nicht jemanden, der sich so benimmt, als wäre nichts geschehen. Denke daran: Sie hat gerade die schlimmste Sache ihres ganzen Lebens durchgemacht. Frage sie, wie es ihr geht und ob es schmerzhaft war.
  • Wenn du der Vater bist, sage nicht danach: „es waren die falschen Gründe“ “Es ist vorbei wenn du es getan hast, brauchen wir nicht mehr darüber zu reden”. Welches auch immer die Gründe waren, sie hatten Folgen und nichts kann das mehr ändern.
  • Klinikpersonal: erwarten Sie nicht, dass sie jeden Schmerz aushalten muss, um es ihnen leichter zu machen. Stellen Sie sich vor, Sie würden nackt auf einem Tisch mit gespreizten Beinen bewegungsunfähig daliegen, ausgestreckt und die schlimmsten Qualen ihres Lebens durchmachen und dabei noch ihr Kind verlieren. Sie haben diesen Beruf gewählt, also haben Sie Respekt und Verständnis für sie.
  • Wenn du deine Partnerin zur Abtreibung gedrängt hast, streite das später nicht ab mit Worten wie: „es gab keinen Druck. Es war deine Entscheidung“ Das ist die schlimmste Sache, die du ihr antun kannst. Sie weiß, dass sie verantwortlich ist, aber du auch und du weißt, dass deine Worte und Taten sie beeinflusst haben. Lass sie jetzt mit ihrer Schuld nicht alleine!
  • Sage ihr nicht, dass du auch abgetrieben hättest. Das hilft ihr jetzt nicht weiter.
  • Erzähle einer Frau nach Abtreibung, die keine Kinder hat, nicht, dass du dich sterilisieren lassen willst und sie so nie wieder welche bekommt (zumindest nicht von dir). Du zerstörst damit alle ihre Zukunftspläne, egal ob du vorhast, es wieder rückgängig zu machen, wenn sie dann Kinder möchte.
  • Sage ihr niemals, sie solle jetzt darüber hinwegkommen, sich nicht mehr selbst bemitleiden. Diese Worte werden eine Frau noch viel tiefer verletzen.
  • Schaue keinen anderen Frauen nach oder erzähle von anderen Frauen, auch nicht im Spaß oder weil du das immer tust, das kann ein Großangriff auf ihr Selbstbewusstein werden. Sie kann jetzt sehr sensibel sein, was ihr Aussehen betrifft: die Schwangerschaft ließ sie schön und fraulich aussehen und jetzt fühlt sie sich nur noch nutzlos und hässlich.
  • Erzähle niemandem von der Abtreibung wenn du nicht ihre ausdrückliche Zustimmung dazu hast. Sie braucht jetzt nicht noch diesen Extra-Schmerz, von dir hintergangen worden zu sein.
  • Lasse sie wissen, dass du für sie da bist. Gib ihr die emotionale Unterstützung, die sie braucht. Halte ihr keinen Vortrag, wie schlimm die Abtreibung für dich war. Wie denkst du fühlt SIE sich?
  • Sage nicht, sie hätte die richtige Entscheidung getroffen, du hättest es aber selbst nicht tun können/getan.
  • Sage niemals, du würdest sie verstehen, wenn du es nicht kannst. Und sage niemals, es wäre noch kein Kind gewesen. Höre ihr auch noch zu, wenn sie schon den ganzen Tag darüber geredet hat. Sie würde nicht darüber reden, wenn sie es nicht bräuchte. Versuche neutral zu bleiben und niemanden zu beschuldigen.
  • Sage ihr nicht sie solle jetzt weiterleben und vergessen. Wie kannst du ihr Gefühle vorschreiben?
  • Sage ihr nicht, sie wäre nicht bereit für ein Kind gewesen oder sie zu jung war oder sie es jetzt nicht gebrauchen konnte... Niemand außer ihr weiß, was sie braucht oder nicht braucht. Was ihr heilig ist und was sie liebt. Es ist IHR Leben. Sie selbst hat sich entschieden und nur sie bereut es in diesem Moment. Versuche nicht, ihre Gedanken zu lesen.. sei einfach ein Freund.
  • Wenn du sie besuchst, bringe niemals kleine Kinder oder Babys mit.
  • Sage niemals „es war das Beste so. Du hast so viel vor in deinem Leben“ Dies verstärkt ihre Schuldgefühle und sie fühlt sich egoistisch. Woher will irgendjemand wissen, was sie aus ihrem Leben machen wird? Du bist kein Hellseher.
  • Sage ihr nie, wenn sie noch nicht selbst bereit dazu ist, sie solle aufstehen und weiterleben. Depressive Menschen haben mit den kleinsten Dingen Probleme (Freunde besuchen, zur Schule gehen...) und sie zu drängen ist keine Hilfe, ganz im Gegenteil.
  • Sage nicht, es war nur ein medizinischer Eingriff wie eine Blinddarmoperation.
  • Mache ihr keine Vorwürfe, sie macht sich selbst schon genügend. Ermutige sie vielmehr, sich nicht noch mehr zu belasten. Versuche keine Schock-Therapie (indem du sie zwingst, sich mit Kindern oder Babys zu beschäftigen). Ermutige sie vielmehr, nach draußen zu gehen und etwas was Freude macht zu unternehmen, aber lasse es ihre Entscheidung sein. Ermutige sie, zu lachen, schicke ihr eine lustige Karte oder einen lustigen Film. (nur nichts mit Schwangeren oder Babys). Jede Heilung braucht Zeit und sie braucht jetzt jede Hilfe! Umarmungen und Leute die sie darin unterstützen.
  • Schlage ihr nicht vor, andere Kinder zu hüten oder Babys zu sitten. Erzähle nicht allen, dass du von der Abtreibung weißt. Sie hat keine Zeitungsannonce inseriert, damit alle Bescheid wissen. Fühle dich geehrt und halte den Mund!        

  

Danke an www.afterabortion.com für die guten Tipps:

Gute Worte und Verhaltenweisen :-)

- wie geht es dir denn tatsächlich nach deiner Abtreibung?
- es tut mir leid
- das muss schwer für dich sein
- ich bin hier und ich höre zu
- ich habe an dich gedacht und mich gefragt wie es dir/euch wohl geht
- lass dir Zeit
- ich weiß nicht, was ich sagen soll
- ich versteh das auch nicht
- wie geht es dir denn mit allem?
- es macht mich sehr betroffen/traurig
- möchtest du mir erzählen, wie... ?
- möchtest du mir von deinem Baby erzählen...?
- wie kann ich etwas für dich tun?
- du brauchst keine Hemmungen zu haben, vor mir zu weinen. Tränen tun gut.
- gibt es Menschen die du jetzt gerne bei dir hättest ? Soll ich sie anrufen ?


Zugewandtsein zählt mehr als passende Worte.
- ihr könnt den Schmerz nicht wegnehmen. Es reich aus, einfach nach Bedarf da zu sein und zuzuhören.
- immer ein offenes Herz und offene Ohren haben, die betroffenen Eltern auf ihrem Weg begleiten, ihre Trauer ernst nehmen
- wir sind traurig mit Euch
- es tut mir leid
- ich weiß nicht, was ich sagen soll
- ich bin hilflos
- ich bin so unsicher, was ich sagen/tun soll
- melde dich, meldet Euch, jederzeit, immer und gerade dann, wenn es dir/Euch schlecht geht!
- was kann ich für dich/Euch tun?
- eine stille Umarmung
- ein stummer Händedruck
- eigene Tränen zulassen
- die Trauer nicht "klein reden", nicht durch Floskeln etc.. (siehe oben) zu beschwichtigen versuchen
- das Kind beim Namen nennen, es nicht totschweigen
- an den "Jahrestagen" (Geburts-/Todestag, errechneter Entbindungstermin):
Ein Kärtchen schicken, anrufen, ein Blümchen auf das Grab legen (wenn es eins gibt), eine Kerze für das Kind anzünden (nicht nur im ersten Jahr)
- das Buch von Hannah Lothrop bestellen: "Hannah Lothrop: Gute Hoffnung – Jähes Ende  I
- der Austausch mit anderen betroffenen Eltern kann sehr hilfreich sein - in der Suchphase den Besuch einer Stützgruppe anregen.

gehen Sie zur Berdigung  - oder an anderen Tagen mit zum Grab
- vermittelt den Eindruck, dass in der Trauer alle Gedanken und Gefühle normal sind, dass man sich nicht für bestimmte Gefühle und Gedanken (Wut, Neid, Hass, Schuldgefühle,...) schämen muss.
- bringt ein Mittagessen vorbei - in der ersten Zeit der Trauer reicht die Kraft oft nicht für Alltäglichkeiten des Lebens
- wenn schon ein lebendes Kind da ist - betreut es für einen Vor- oder Nachmittag, damit die Eltern Zeit für sich und ihre Trauer haben
- es ist schwer, den "richtigen Rat" zu geben, weil es nicht den einen Weg durch die Trauer hindurch gibt.
- vielen hilft es, zu reden - aber nicht allen
- mir war es damals so unendlich wichtig, alles über Christopher zu erzählen - ganz wenige Menschen haben sich nach ihm, nach seiner Geburt, seinem Aussehen erkundigt Nach drei Wochen wollte keiner mehr von meiner Trauer hören...
- in der ersten Zeit ist man oft sehr instabil: heute mag sie nur in Ruhe gelassen werden, für sich alleine sein - morgen braucht sie, sucht sie vielleicht Austausch, möchte sie vielleicht reden, reden, reden...
Nur - dann hat sie vielleicht allen gesagt, sie mag nicht reden, und keiner hört ihr zu...
- vereinbart mit den Eltern des Kindes, dass Ihr sie täglich - oder alle zwei, drei Tage - anruft.
In der Trauer ist man oft wie gelähmt, da fällt es oft schon schwer, zum Telefonhörer zu greifen und von sich aus Hilfe zu holen.

 

 Ihr aktives Verhalten verstärkt den Leidensdruck von Trauernden nicht , wenn ihr den Betroffenen auf den Verlust hin ansprechen. Mangelnde Anteilnahme (aus welchen Gründen auch immer) tut mehr weh.
- Gelegenheit zum Weinen zu haben ist heilsam für die Seele. Eltern (bitte seht sie als solche an!) brauchen das Gefühl, dass es in Ordnung ist, in eurer Gegenwart ihre Tränen zuzulassen
- Eine Berührung, In-den-Arm-genommen-Werden, ein warmherziger Blick, Tränen in den Augen, einfach schweigend dabeisitzen, dies alles kann mehr bewirken als tausend Worte. In Krisenzeiten kann oft mehr Nähe zugelassen werden als sonst!
- Eure Gegenwart ist hilfreich und tröstend, selbst wenn ihr euch unbeholfen und manchmal unbehaglich fühlt. Ihr braucht nicht zu reden wenn ihr nicht wisst was ihr sagen sollt. Einfach die Gefühle der Eltern ohne Kommentar zuzuhören ist genug. Ihr könnt mit Worten, Ton und Blick vermitteln, dass ihr offen seid, ihnen zuzuhören. (Augenkontakt und zugewandte Körperhaltung)
- Sprachlosigkeit und ein Gefühl der Hilflosigkeit sind normal in solch einer Situation
- keine Vorwürfe machen, die Situation und Gründe versuchen nachzuvollziehen
- behutsam nach Erinnerungen, Vorangegangenem, Einzelheiten fragen. Es tut gut, eigene Gefühle mitzuteilen
- spüren, wann Schweigen angebracht ist
- Schweigen ertragen können, nichts unüberlegtes sagen
- sensibel dafür sein, wenn Trauernde Zeit für sich brauchen
- wenn die Eltern ihrem Baby einen Namen gegeben haben, könnt ihr namentlich von ihm sprechen. Dies hilft, die Wirklichkeit zu akzeptieren und ist ein Zeichen der Würdigung seiner Existenz
- beim Aussortieren der Tatsachen ihrer Geschichte helfen, damit Eltern zu neuen Antworten kommen können
- bei ihren Entscheidungen unterstützen, aber so viel Selbstbestimmung und Selbstbeteiligung wie möglich anregen
- trauernde Väter und Geschwister nicht vergessen
- wo kein persönlicher Besuch möglich ist, anrufen, einen Brief oder eine Karte mit persönlichen Worten schreiben (keine Klischees)
- Blumen bringen/schicken
- an Jahrestage oder andere wichtige Daten denken
- während die Bewältigung des Alltags zeitweise schwer fällt, könnt ihr praktische Hilfe anbieten: mit zum Einkaufen gehen, im Haushalt helfen, Wäsche waschen, Geschirr spülen, Haustiere versorgen, Blumen gießen. Wichtig ist es, eine Balance zu finden zwischen hilfreich sein und hilflos machen.
- Lebende Kinder von Trauernden werden oft zwangsläufig vernachlässigt, weil die Eltern vor Kummer nur mühsam über sich hinausschauen können. Wir können bei der Betreuung dieser Kinder helfen, indem wir uns Zeit für sie nehmen, ihnen zuhöre, mit ihnen einen Spaziergang machen, mit ihnen spielen oder sie zu einem Spielnachmittag einladen, damit sie zu Momenten der Unbeschwertheit finden können.
- Trauernde ernähren sich oft ungenügend. Dies verschlechtert ihren körperlichen und seelischen Zustand. Eine schöne Sache wäre, beim Besuch nahrhaftes Essen mitzubringen oder anzubieten, eine Mahlzeit zu kochen
- Das Immunsystem Trauernder kann durch Bewegung verbessert werden. Dies können wir unterstützen, indem wir mit ihnen spazieren gehen, mit ihnen joggen oder sie zum Schwimmen einladen. Absagen nicht persönlich nehmen !
- Massage anbieten (Rücken beklopfen, so als ob Regentropfen darauf fallen würden oder Hände ruhig auf die Schulterblätter oder Schulterkuppen legen und Ruhe ausstrahlen)
- Zerstreuungsangebote (Konzert, Theater, Restaurant oder zum Essen zu sich einladen) damit die Eltern abschalten können. Akzeptieren wenn sie nicht so ganz dabei sein können mit ihren Gedanken.
- Musikabend/Gesang
- Vorlesen
- bei einer Arbeitskollegin/einem Arbeitskollegen: Blumen oder eine Karte an den Arbeitsplatz stellen. Nicht meiden!
- Trauernden ihre eigene Zeit und Form zu trauern zugestehen. Unterschiedlichkeiten akzeptieren. Nicht davon ausgehen, dass das, was gut für euch ist, auch für andere gilt!
- ein Buch anbieten oder schenken (z.B. Hannah Lothrop: Gute Hoffnung – Jähes Ende, Julie Fritsch: "Unendlich ist der Schmerz", Frank E. Petti: "Tilly") hier können Sie Bücher nach Todesursache aussuchen!
- auch wenn Zeit verstrichen ist können wir noch unsere Gefühle gegenüber Trauernden ausdrücken. Besser spät als gar nicht.
- zu den Menschen hingehen, da sie es nicht schaffen, um Hilfe zu bitten (einfach sagen dass ihr kommt und nur wegbleiben wenn sie es ausdrücklich wünschen)
- keine Konfrontation mit kleinen Babys, auch keine Bilder
- da sein, wenn andere sich schon zurückgezogen haben. Das 2. Halbjahr nach dem Verlust ist auf seine Weise schwieriger als die Zeit davor. Evtl. mit anderen absprechen und abwechseln.
- an kritische Zeiten denken: Todestage, errechneter Geburtstermin, Muttertag, Feiertage
- Gedicht oder Lied für sie schreiben
- Spende an eine Stiftung oder Selbsthilfegruppe
- einen Baum pflanzen als Ort für die Trauer und zur Förderung der Heilung
- auf ungesunden Trauerprozess achten und evtl. vorschlagen, sich Unterstützung zu holen

 Gutgemeinte, aber verletzende Sprüche/Verhaltensweisen :-(

Die Betroffene von der Wirklichkeit abschirmen oder ungebetene Entscheidungen für sie treffen

Schmerzhafte Konfrontationen ersparen wollen
- Wegräumen der Babysachen oder Ausräumen des Zimmers ohne ausdrückliche Aufforderung,
- Meiden des Themas in Gesprächen, wenn sie darüber sprechen möchte
- du musst jetzt...
- ich habe schon für dich...
- du solltest unbedingt... 
- das war doch nichts
- nein du hast dein Kind nicht getötet/töten lassen
- du hast überhaupt keine Schuld

Den Embryo nicht als ihr Kind anerkennen
- es war doch noch gar kein Kind, kein Mensch
- es war doch nur ein Zellklumpen/ein bisschen Blut und Wasser
- wie kann man um etwas trauern, was noch kein richtiges Gesicht hatte und nicht gelebt hat?
- na da war ja kaum was.. sieht eh aus wie ein Windei
- wir werden dann die SS-Reste ausräumen
- also gut - 'Ihre Tochter' - wenn Sie so wollen
- ein Kind? Ob man DAS so nennen kann?
- andere verlieren schließlich RICHTIGE Kinder
- was!! Du willst DAS auch noch beerdigen? Weißt du was du dir damit antust  
- hast Du DAS etwa angesehen?   
- ach, du weißt, was es geworden wäre?
- wieso, wer wird denn beerdigt?
- Nachbarin, die sie auf dem Friedhof traf, mit einer "Wegwerf-Handbewegung": "....dass die heutzutage beerdigt werden....."---!!!!!
- eine Frau weiß doch sowieso nicht, was ihr zwischen den Beinen herunterläuft
- war doch nur ein Zellhäufchen!
- hören Sie auf einen fetalen Zellklumpen hinterher zu trauern
- das war kein Kind das war ein Zellbatzen der jetzt auf der Mülldeponie liegt"
- tja das müssen sie wohl noch einmal machen" ( da meinte Sie mein Kind)
- aber was hat das mit der Behinderung zu tun, ich habe MEINE TOCHTER hergeben müssen
und nicht DAS behindertes Kind..
- war eh noch nicht viel da..,   Was das Herz hat schon geschlagen? Na, aber ein richtiges Kind war’s eh noch nicht..
- es war ja noch kein richtiges Kind
- auf DAS KIND müssen wir ja keine Rücksicht mehr nehmen
- es war doch noch kein richtiges Kind...

Ihr nicht zugestehen, einen Namen dafür auszusuchen, das Kind beerdigen zu lassen oder ein Bild als Erinnerung zu erhalten
- wieso ein Name?
- wir machen hier keine Fotos von toten Kindern, was wollen Sie denn damit ?
- aber wozu wollen sie die Geburts- und Sterbeurkunde für ein totes Kind ändern, das ist doch jetzt sowieso egal.
- warum hast Du das überhaupt beerdigen lassen, kostet doch nur Geld und das wäre anderweitig besser zu verwenden
- wann nehmen sie denn das Zeug weg? Das kann so nicht bleiben, denn das stört das Friedhofsbild, das ist doch kein Spielzeugladen hier. Außerdem verstößt das gegen die Friedhofsordnung
- aber das Grab kauft ihr nicht noch mal, da ist doch nur eine Hülle drin und nicht Robins Seele
- die Blumen schreibt ihr aber auf Eure Rechnung, damit ihr es von der Steuer absetzen könnt
- warum gibst Du so viel Geld aus für Grabgestaltung, Gasluftballons... Er kommt doch ohnehin nicht wieder! (Als ob ich das nicht wissen würde)
- was sollen denn Spielsachen auf einem Grab, das finde ich unmöglich, das sieht ja aus, wie auf einer Müllhalde
- ich wollte auch erst zur Beerdigung kommen, aber das hätte so schaulustig ausgesehen. Außerdem kannte ich ja Dein Kind nicht!

Ihr keine Folgeschwangerschaft zugestehen
- seid ihr denn verrückt, wollt ihr das Schicksal noch mal herausfordern, deine Abtreibung war doch ein eindeutiger Fingerzeig, dass es genug ist
- und ist das Thema “Kind” für Dich nun ganz vorbei?
- nun ordne mal dein Leben und verzichte auf Kinder, schließlich willst DU das ja nicht noch mal mitmachen
- kriegt ja kein weiteres Kind mehr, die Ängste kann ich nicht mehr ausstehen
- wolltet Ihr wirklich noch ein drittes/viertes/fünftes Kind?
- werde bloß nicht zu schnell wieder schwanger, eine neue Schwangerschaft, ein neues Kind ist kein Ersatz für ein totes Kind (das weiß sie selbst)

Die Trauer, das Sprechen darüber oder Weinenlassen abblocken oder erwarten, dass sie es nach einiger Zeit von selbst vergessen hat/darüber hinweg ist, Trauerzeit vorschreiben oder Drängen, dass es ihnen besser gehen soll
- erwarten, dass sie spätestens nach ein paar Wochen wieder zur Tagesordnung übergeht
- so tun, als ob NICHTS geschehen wäre, ignorieren oder gar meiden
- stell Dich nicht so an
- steigere dich nicht so rein, dann musst du auch nicht so leiden
- übertreibst Du nicht ein wenig?   
- ähm.. warum weinst denn Du jetzt? 
- denkst Du da etwa immer noch dran?   
- und was sagt Dein Mann dazu, dass Du immer noch drüber redest?   
- hast Du sonst keine Probleme?  
- du übertreibst
- steigere dich nicht so darein. Schließlich kanntet Ihr ihn nicht!
- komm endlich darüber hinweg, schließlich hat er nie gelebt!
- belaste doch nicht die ganze Welt damit
- ich kann’s nicht mehr hören, es ist ja mal langsam gut
- du machst dich ja selbst noch ganz krank
- mach nicht so einen Film von der ganzen Sache
- wann hören denn deine hormonbedingten Depressionen endlich auf?
- meinst Du nicht, du dramatisierst das Ganze ?
- versuch doch einfach das Ganze so schnell wie möglich zu vergessen!
- lass sie doch gehen, man muss auch mal loslassen können
- wieso trauerst du wegen einem Verhütungsmittel?
- seien sie doch nicht so verantwortungslos, denken sie an ihre beiden Kinder
- na, auch mal wieder da?
- wieso bist du denn so blass, hast du eine Erkältung?
- wieso bist du denn so schlecht gelaunt? Hast du dich mit deinem Mann gestritten?
- das ist jetzt schon so lange her, wenn du immer noch nicht darüber hinweg bist, musst du eine Therapie machen, aber bitte rede nicht mehr mit den Kollegen darüber
- ach Gottchen, hast du ihn etwa noch gesehen?
- ach, hat dich das emotional so berührt?
- heul nicht rum, denke doch mal an Deinen Mann/was sollen deine Kinder denken ?
- das ist doch nicht so schlimm! Jeder hat den Stress, den er sich macht.
- oh Gott, was ist denn passiert? Das wird schon wieder. Du bist ja noch so jung
- nun weine doch nicht, du wirst auch noch deine Kinder haben
- wieso, die ist doch jetzt wieder schwanger (da müsste ja die Trauer spätestens vorbei sein)
- schnapp dir deine Frau und fahrt weg, damit ihr das Kapitel nun endlich abhaken könnt
- jetzt muss aber mal Schluss sein. Nun reiß dich doch mal zusammen. Das ist jetzt aber nicht mehr normal!
- ach übrigens, so eine Schwangerschaft wie die letzte, sehe ich mir nicht noch einmal an, da müssen sie Verständnis für haben (Chef)
- ja, du nimmst es aber auch besonders schwer
- er ist doch noch so klein, da hat man doch noch keine richtige Beziehung
- wieso, sie hatten doch gerade Urlaub
- irgendwann gibt es doch dazu nichts mehr zu sagen und das Leben geht weiter.
- wir hätten sie ja eher zurückgeholt, aber dazu brauchen wir ja die Genehmigung des staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes (Meine nicht?)
- nun ist das noch ein schlimmer Tag und dann geht das Leben weiter
- du musst Lara jetzt endlich gehen lassen
- ich will dir nicht zu nahe treten, aber pass bitte auf, dass du den Absprung schaffst
- du musst jetzt aufhören, das zu konservieren und endlich weiterleben
- wenn du so weiter machst wirst du nicht wieder schwanger werden
- was ist denn jetzt los; ich dachte, du kommst ganz gut damit zurecht!
- du musst endlich wieder arbeiten gehen, da kommst Du auf andere Gedanken
- nun hör doch auf, wir müssen alle damit fertig werden, also rede nicht immer über Melanie
- was liest Du um diese Zeit (10 Uhr) noch im Bett und heulst, kümmere Dich lieber um Deinen Haushalt
- wenn du immer von Robin erzählst, findet er ja nie Ruhe
- ich kann bei Dir nicht anrufen, da muss ich an Robin denken und die Wohnung kann ich auch nicht betreten, aber wenn was ist, dann melde Dich
- da bin ich aber froh, dass Alena nicht bei jedem erzählt, dass ihre Schwester und ihr Bruder tot sind, was denken denn da die Leute
- bin ich froh, dass es Euer Kind war und nicht das unserer Tochter, das hätte ich nicht überlebt
- komm sei still, da läuft es mir kalt den Rücken runter (Verwandte auf die Frage, wie es mir geht und ich wahrheitsgemäß antwortete)
- ihr müsst das auch mal vergessen
- das Leben geht trotzdem weiter
- reiß Dich zusammen
- nimm doch die Bilder von Robin ab, das ist nicht schön, wenn Tim mit seinem toten Bruder aufwächst
- du darfst deinen Mann nicht immer mit diesem Thema nerven, das verkraftet er nicht
- du beschäftigst Dich zuviel mit diesem Thema, finde mal ein Ende
- wie geht es ihnen, na bestimmt schon wieder besser, ist ja nun auch nicht mehr so frisch (Kindergärtnerin von Alena, vier Wochen nach Robins Tod)
- ich habe richtig Angst, ihnen zu begegnen (Kindergärtnerin von Alena, die zuvor immer den Kontakt gesucht hat und nun auf einmal mit knappem Hallo vorbeirennt)
- was braucht eure Tochter einen Psychologen, ihr macht sie ja kaputt
- jetzt geht es wieder aufwärts (Verwandte, nach der Beerdigung)
- wann hörst Du denn endlich auf, ständig (einmal die Woche) auf den Friedhof zu rennen?
- sie tun gerade so, als gehöre ihnen der Friedhof. Dann dürfen Sie solche Sachen halt auch nicht hinstellen, die schön sind (Friedhofsverwalter, nach der Beschwerde, dass Sachen von Robins Grab entwendet wurden)
- du könntest ruhig mal nachfragen, wie es Robins Urgroßeltern nach dem Verlust geht, die leiden nämlich sehr und können nicht auch noch danach fragen, wie es Dir geht
- WIESO geht es Dir nicht gut? Immer noch DESWEGEN?
- das ist doch jetzt schon eine ganze Weile her, dann können wir Euch auch nicht helfen!
- na, geht's denn schon wieder besser? (5 Wochen danach)
- melde dich, wenn es dir wieder besser geht,...
- steigere dich nicht so in die Trauer hinein
- es wird Zeit, dass du vergisst
- musst du ("etwa") immer noch weinen?
- wein doch nicht/bitte wein nicht

Freude statt Trauer erwarten und einfordern oder Trauer verharmlosen
- beschwichtigen wollen, um Schmerz zu lindern. Tatsachen herunterspielen, damit Trauernde sich besser fühlen
- sei froh, dass du es noch nicht gekannt hast
- sei doch froh, jetzt hast du es hinter dir
- besser jetzt als später
- du hast ja schon gesunde Kinder
- sei froh, dass es noch so früh war und DU noch keine Bewegungen gespürt hast.
- es hat ja nicht gelebt, da ist die Trauer ja nicht so schlimm, als wenn man es schon ausgetragen/gestillt und gewickelt hat
- na das ist ja noch mal gut gegangen (wegen der „gelungenen“ Abtreibung)
- ist doch ganz gut so, mit 3 Kindern wärst du doch sowieso überfordert
- und nun stell dir mal vor, du hättest jetzt noch ein Baby am Rockzipfel hängen, dann kämst du ja gar nicht mehr klar
- na ja, immerhin hast du ja schon 2 Kinder (jetzt sei doch auch mal zufrieden mit dem was du hast)
- das ist ja nicht schön, was dir passiert ist. Aber zum Glück war es wenigstens kein Mädchen!!!
- du kannst es ja noch mal probieren. Und vielleicht wird es dann sogar ein Mädchen!
- Mensch, Du hast aber toll abgenommen!!!!!
- du hast doch nun ein gesundes,  lebendes Kind, du musst jetzt nun mal dankbar sein!   
- du hast doch ein Kind
- die richtigen Sorgen kommen sowieso erst mit den lebenden Kindern, das wirst du dann ja schon sehen
- na ja, hier verpasst Du nichts - das Wetter draußen ist sowieso schlecht (im Krankenhaus)
- ich habe drei Männer verloren und musste damit auch alleine fertig werden. Ich war froh, als mich endlich keiner mehr darauf angesprochen hat!
- ach, ich dachte, das wäre vorbei, wo doch die OP gut verlaufen ist
- warum weinst du, du bist doch jetzt gar nicht mehr schwanger, ist doch alles vorbei
- was machst du nur, wenn dir mal wirklich was schlimmes passiert. Ich habe schon überlegt, ob es gut für dich ist, überhaupt Kinder zu haben, denn den kann ja immer mal was passieren
- jetzt habt ihr endlich wieder Zeit für Robin
- seid doch froh, ihr habt ja noch Robin" (natürlich sind wir froh das wir Robin haben, das tröstet doch aber nicht über den Verlust von Simon)
- ihr seid ja noch so jung. Es gibt schlimmeres
- ich würde alles darum geben, nicht mehr schwanger zu sein.
- es ist bestimmt besser so, wer weiß was gewesen wäre, wenn er überlebt hätte
- aber es ist doch viel schlimmer, wenn das Kind schon gelebt hat, weil so hast Du es ja noch nicht richtig gekannt
- bin froh, wenn sie endlich stirbt, dann muss ich nichts mehr bezahlen..!
- nun brauch ich wenigstens keine Alimente mehr zu bezahlen, für ein Kind das sowieso nichts kann..!  
- wer weiß für was das gut war, nun kannst du endlich leben..
- jetzt hab ich’s leichter, nun kann ich wieder das machen, was ich vorher wollte.. (Vater)
- nun können wir ein Sparbuch auflösen
- also, wenn da jetzt ein Schreihals wäre, der dich den ganzen Tag nervt, würde ich ja sofort frei nehmen: aber so...
- wir waren zehn Geschwister, als da eines starb, hat auch keiner geweint, es waren noch neun andere da und ihr habt ja auch noch zwei
- sei froh, dass ES tot ist, das wäre ohnehin viel zu früh gewesen
- ihr müsst zur Silberhochzeit kommen, Robin ist ja nun tot, da braucht ihr auf ihn nicht aufzupassen
- stell Dir vor, Du hättest Ihn schon gehabt, das wäre doch VIEL SCHLIMMER gewesen!
- seien Sie froh, dass das Kind tot ist. Es wäre ja behindert gewesen!
- ich habe vor Schmerz den Hörer im Krankenhaus aufgelegt, weil mein Vater behauptet hat, dass es seiner Frau mit Sicherheit viel schlechter gehen würde als mir (Halsschmerzen und Schwächeanfall) und er für "so was" (damit ist die Beerdigung gemeint) nicht seinen Urlaub unterbrechen wolle.
- ich denke, dass es für Eltern schlimmer ist, wenn das Kind erst mal länger gelebt hat und man Erinnerungen an das Kind hat - die sind nicht so schnell auszulöschen...!
- es ist besser so,...
- sei froh, dass die Schwangerschaft noch nicht so weit fortgeschritten war,...
- sei froh, dass du dein Baby noch nicht zu Hause hattest,...
- ich habe von einer Frau gehört, die hat (zwölf Fehlgeburten / drei Totgeburten) gehabt, das ist ja noch viel schlimmer...
- Genießt Euer sorgloses Leben zu zweit, fahrt erst einmal in den Urlaub...
- Kinder sind anstrengend, kosten Geld, sind immer krank - überlegt es Euch noch einmal...
- du hast doch schon ein lebendes Kind
- du kannst von Glück sagen, dass du selbst am Leben bist

Weitere Kinder als Ersatz ansehen
- du bist doch noch jung! Du kannst noch viele Kinder haben.  
- dann macht ihr halt noch eines 
-  wenn Dir der Name so gut gefällt, dann nennt ihr eurer nächstes Mädchen doch auch so
- setzt  doch einfach nach !
- du bist noch jung,..... du kriegst noch viele Kinder....! ( ich bin 35!!)
- jetzt kriegst du erst mal dein ZWEITES Kind, und dann wirst du ja sehen,....."  (wieso werden uns unsere Kinder immer unterschlagen?)
- ach Du bist ja noch jung
- ach, weiterprobieren
- Na ja, musst du halt ein Neues ansetzen
- sie sind jung und können noch viele Kinder kriegen
- ihr habt ja noch zwei, das ist doch genug
- Sie haben ja schon mal bewiesen, dass sie eine vollwertige Frau sind
- da habt ihr ja einen tollen Ersatz für Robin
- du hast ja noch einen Bruder viele zu unserer dreijährigen Tochter. Streit nicht mit Tim, sondern sei froh, dass er da ist. Nachher beklagst Du Dich, wenn er auch tot ist.
- Sie haben doch zwei Kinder, zwei ist doch okay
- am besten, Du wirst ganz schnell wieder schwanger!
- dann macht ihr halt en neues
- du bist ja noch jung, du kannst noch andere Kinder haben
- du kannst noch viele Kinder haben, ...
- werde schnell wieder schwanger, dann geht es dir besser

Kein Verständnis für die Abtreibung haben, verurteilen
- das ist jetzt deine Strafe dafür
- also wie kann man auch nur ? Das ist doch Mord !
- wie konntest du nur so etwas tun ?
- weißt du überhaupt was du da getan hast ? (keine Sorge, sie weiß es)
- selbst schuld, wenn du so schnell wieder schwanger geworden bist
- wohl noch nie was von Verhütung gehört?!
- na das hättest du dir mal vorher überlegen sollen.. also wirklich
- also ich könnte so was nie tun
- das kann mir nicht passieren
- bist ja dann auch irgendwie selber schuld, weil Du so gesündigt hast
- passt das nächste Mal halt besser auf!

Die Abtreibung als alleinige Entscheidung der Frau ansehen, als ihr Herzenswunsch der nun in Erfüllung ging
- warum bist du noch traurig und denkst an die Abtreibung, du wolltest es doch so?! 
- es war doch deine Entscheidung!
- sei doch froh dass du nicht mehr schwanger bist.
- du hast selbst so entschieden

Sich für die Frau für die Abtreibung rechtfertigen obwohl sie sie bereut
- es war sicher besser so
- du hast dich schon richtig entschieden, wie hätte das denn gehen sollen...?  
- ES war bestimmt behindert, SO WAS würdest du doch gar nicht haben wollen   
- die Natur weiß schon, was sie tut, es war einfach der falsche Zeitpunkt!   
- du wolltest es doch nicht richtig sonst hättest du es nicht getan 
- du hast dem Kind einen Gefallen getan, du hättest sowieso kein Geld/Zeit/Liebe dafür gehabt, es wäre nur unglücklich geworden und im Heim gelandet.
- du bist zu schnell wieder schwanger geworden!
- na, da wirst du ja jetzt erleben, wie viel Arbeit so ein Kind macht!
- was hättest du dem Kind in BSE-Zeiten auch zu essen geben wollen?
- spätestens mit 18 J. wäre das Kind doch sowieso ausgezogen oder vielleicht sogar ins Ausland gegangen...
- ich glaube, du warst seelisch noch gar nicht bereit für ein Kind

PAS (Trauma nach Abtreibung) leugnen oder keine Rücksicht darauf nehmen, gesunde Trauerarbeit verhindern
- das ist doch nur ein Mythos, lass dir nichts einreden/ein schlechtes Gewissen machen
- die Schuldgefühle sind nur eingeredet, das war doch nur ein harmloser Eingriff
- mit ihr in Babyabteilungen gehen
- Bilder von Babys zeigen
- von der eigenen Schwangerschaft reden und wie sehr man sich darüber freut
- Ultraschallbilder oder Bilder von abgetriebenen Kindern zeigen
- wo gibt es denn heute noch so etwas? 
- Bilder von lebenden Babys unter die Nase halten und davon schwärmen
- mit ihr in Babyboutiquen gehen und z.B. Strampler ansehen
- wenn ich erst einmal mein ERSTES Enkelkind in den Armen halte (auf eine folgende SS)
- ich muss doch wissen, wenn ich Oma geworden bin! (ist man das nur bei einem lebenden Kind?)
- jetzt habe ich so lange auf mein Enkelkind gewartet und jetzt sterbe ich darüber hinweg
- weißt Du es schon, dass ich nun endlich Oma bin!
- Ich wäre ja gerne Großvater geworden, aber es ist mir wichtiger, dass es meiner Tochter gut geht
- wieso fährst du mit mir nicht zu Heidrun (auf die Wochenstation)?
- du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, wie schön das ist, Mutter zu sein
- ach, dann können wir ja Anja auf der Entbindungsstation besuchen
- ich hab ja auch bei der Geburt meines Sohnes einen Baum gepflanzt - aber für ein totes Kind? Tut das Not?!
- wir Mütter stoßen auf den Muttertag an. Einige Zeit nach Melanies Tod war Muttertag, mit mir wollte keiner anstoßen..
- was sollten wir dir zu Muttertag schenken, du hast doch kein Kind mehr..!
 

Bei Abtreibung wegen Behinderung
- musst Dich das nächste mal mehr anstrengen!   
- du hast dich nicht genug geschont 
- seid froh, gar kein Kind ist immer noch besser als ein behindertes/unerwünschtes Kind - und das wäre es mit Sicherheit geworden!
- bei Hitler wären solche Kinder gleich weggekommen
- Na, sei doch froh dass es so gekommen ist.. Besser so als ein behindertes Kind zu haben....   
- wenn sie sich das nächste Mal mehr schonen
- ist Dir eigentlich klar, was Du der Gesellschaft zugemutet hättest, wenn Du einfach so gedankenlos behinderte Zwillinge in die Welt gesetzt hättest ? Es ist gut, dass DAS nun vorbei ist
- war doch besser so. Zwillinge machen doch doppelt soviel Arbeit.
- ist eh besser so, nun seid ihr und sie erlöst..! Sagten viele Menschen, da Melanie behindert war
- Sie haben recht - sie sind schwanger, aber nicht mehr lange
- wenn du wieder ein Kind bekommst, dann ist das ein netter Ersatz, vor allem, wenn’s gesund ist..!   
- besser so, als ein behindertes Kind,...
- sei froh, dein Kind wäre nicht normal gewesen

Verstehen kann man nur wenn man selbst abgetrieben hat oder sein KIND auf andere Weise verloren hat
- ich versteh Dich gut, letztens ist mir mein Lieblingshamster gestorben
- ich kann Dir nachfühlen, wie es Dir geht. Mein Hund ist auch vor 4 Wochen gestorben. Ich habe ihn ja so sehr geliebt. Ich habe ja jeden Abend geweint.
- ich weiß, wie es dir geht, ich weiß, wie Ihr fühlt...

Versuchen die Trauer selbst zu begründen (die Gefühle be- oder verurteilen)
- es war ein großer Fehler, dass Ihr Euer Kind angesehen habt!
- musste die Beerdigung denn wirklich sein?
- es wäre einfacher, wenn er nicht gelebt hätte
- schrecklich, dass ihr ihn noch beerdigen müsst.
- meinst du wirklich, es ist gut, dass du dich mit diesem Thema noch beschäftigst?
- musstet Ihr Euch Euer totes Kind unbedingt angucken? Das war ein Fehler, es wird Euch ewig verfolgen

Hilfe die zu spät kommt anbieten
- wieso hast du nichts gesagt ? Ich hätte dir doch mit dem Kind geholfen !
- du hättest auch noch Geschwister, ich hätte es wissen müssen dass du jetzt leidest
- ich hätte dir doch geholfen (die Mutter, vorher kein Wort, nur missachtende Blicke)
- ich wollte dir nicht vorher vom Leid danach erzählen, habe es ja selbst erlebt (von der Mutter)

Makabere Späße als Versuch der Aufheiterung
- das ist auch so ein Blindgänger in Sachen Bevölkerungszuwachs
- na Ihr wollt es aber wissen.. was?! (wegen Folgenschwangerschaft/Kinderwunsch) 

aus den Seiten für Frauen nach Fehl- oder Totgeburt: www.stillgeboren.de  www.muschel.net

 

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